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Kirchen und Kapellen

Wir sind stolz, in Mespelbrunn die erste Kirche in Deutschland zu haben, die den 1941 im KZ Auschwitz umgekommenen Minoritenpater Maximilian Maria Kolbe zum Patron hat. Wenn Sie von dem fensterlosen Kirchenbau mit seinen rauen Ziegelwänden, der an die Stimmung von Auschwitz erinnern will, einen ersten Eindruck gewonnen haben, lassen Sie Ihren Blick auf einige auffallende Einzelheiten lenken:

Der Altar mit seinen wuchtigen Stein-Füßen und seiner Holzplatte ist sechseckig geformt.

Hinter dem Altar erkennen Sie eine Holzfigur von Pater Maximilian M. Kolbe als Ordensmann. Er hält die Bibel als Hinweis auf seine Verkündigung mit der Druckerpresse, den Rosenkranz als großen Marienverehrer und ein Kreuz mit seiner Gefangenennummer von Auschwitz: 16670. Diese Figur und die Stele der Pieta wurden von der Bildhauerin Sieglinde Gros aus Michelstadt im Odenwald geschaffen.

Das hohe Kreuz im Altarraum stellt mit seinen durch Stacheldraht verbundenen Isolatoren den Bezug von Pater Maximilians Opfertod zum Kreuzestod Christi her. "Eine größere Liebe hat niemand als der, der sein Leben für seine Freunde hingibt". (Joh. 15.13). Stacheldraht und Isolatoren wurden original in Auschwitz besorgt.

Im Ambo ist hinter Glas ein Originalbrief von P. Kolbe eingelassen.

Die alte Pieta links vom Tabernakel stand ursprünglich in der Kapelle in der Kapellenstraße Mespelbrunn. Sie ist auf einer Stele von Sieglinde Gros befestigt.

Der im Stil des Barock oder des Rokoko gestaltete Immaculata-Altar an der rechten Wandseite ist der frühere Hochaltar der Dorfkirche von Mespelbrunn und wurde erst um das Jahr 2000 auf Initiative des damaligen Pfarrer Gerd Goldhammer hier aufgestellt. In die damalige Kirche, die 1926 gebaut wurde, kam der Altar vom Elisabethenheim Würzburg aus hinein. Ursprünglich stammt er aus dem Augsburger Raum. 

Das Maximilian- Fenster zum Innenhof hat Curd Lessing aus Würzburg entworfen. Im linken Fenster sieht man die beiden Krone angedeutet, die der kleine Maximilian von der Gottesmutter erbat: Die weiße Krone der Keuschheit und die rote Krone des Martyriums. Das rechte Fesnter zeigt die 10 im Hungerbunker eingesperrten Häflinge, von denen bereits 9 verdurstet sind, Maximilian Kolbe jedoch noch gelebt hat, bevor er mit einer Giftspritze getötet wurde.

Den „Buscher-Altar“, ehemals Seitenaltar der Dorfkirche, jetzt gegenüber dem Eingang, stiftete Philipp Graf von Ingelheim aus Dankbarkeit für die Heimkehr aus dem 1. Weltkrieg. Thomas Buscher aus Gamburg/Tauber schuf ihn 1930 mit der Schutzmantelmadonna, unter deren Mantel der Graf mit seiner Ehefrau kniet. In dem lateinischen Text „Patrona et Dux Franconiae, Mater de perpetuo sucurso, Ora pro nobis“ wird Maria angesprochen: „Patronin und Herzogin von Franken, Mutter der immerwährenden Hilfe, bitte für uns!“. Oben ist der hl. Georg als Drachenbezwinger, unten der hl. Hubertus dargestellt.

An der Westwand befinden sich Kunstdrucke von gemalten Kreuzwegstationen. Die vorher dort im Jahr 1987 angebrachten Bronzeplatten (geschaffen von Willi Dirkes und Josef Gotzes, Wuppertal/Krefeld) wurden 2006 für die 14 gemauerten Kreuzwegstationen in der Mespelbrunner Flur von der Brunnenstraße über Franzenbergweg bis zur Dreifaltigkeitskapelle verwendet. Im Innenhof der Kirche steht seit 2004 eine Maximilian-Kolbe-Halbfigur aus Beton. Sie stammt von dem Veitshöchheimer Bildhauer Pechwitz und wurde von seinen Erben für unsere Kirche gestiftet.

Die Weihe der Kirche war am 21.7.1974 durch Bischof Josef Stangl. Jedes Jahr feiern wir in dieser Zeit die Kirchweih, all zwei Jahre verbunden mit dem Pfarrfest.

Die Planung der neuen Kirche und der Umbau der alten Dorfkirche zum Pfarrheim lag in den Händen des Architekten Walter Schilling, Würzburg. Die örtliche Bauleitung hatte Werner Nebel, Mespelbrunn, und Manfred Benz, Weibersbrunn. Die Entscheidung für den Neubau der Maximilian-Kolbe-Kirche ist auf den großen Einsatz des damaligen Pfarrers Ludwig Linker und das unermüdliche Engagement des Kirchenpflegers Otto Langmandel zurückzuführen.

Gedenktag: 14. August

Maximilian-Kolbe-Fest Mespelbrunn: 2. Sonntag im Oktober (Tag der Seligsprechung)

Infos zur Wallfahrtskirche und dem Programm finden Sie hier

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